Review: Me + Marie – DOUBLE PURPOSE

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Review: Me + Marie – DOUBLE PURPOSE

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Me + Marie DOUBLE PURPOSEZwischen den Ritzen zu Hause.

Er an der Stromgitarre, sie am Schlagzeug – wer mag da nicht so­­fort an die White Stripes denken? Doch halt, so leicht macht es uns das schweizerisch/italienische Duo dann doch nicht. Wie schon bei ihrem Debüt ONE EYED LOVE aus dem Jahre 2016 geben sich Me + Marie auch auf DOUBLE PURPOSE absichtlich unkonventionell. Jenseits jeglicher Kategorisierungsversuche betonen sie das Spiel mit den Gegensätzen und bringen so am Ende mit Leidenschaft und Pathos zusammen, was auf den ersten Blick nicht zusammenzugehören scheint. Die schweren Gitarren und flockigen Drums, die düsteren Themen und hymnischen Melodien, die poppigen und die cineastischen Passagen, die uns die Plattenfirma der beiden verspricht, arbeiten Me + Marie in wenigen Tracks ab und gehen im Dunstkreis von Rock, Power-Pop, Indie, Avantgarde und ohne Scheu vor dem Mainstream genau dorthin, wo sich so manch anderer Künstler in Zeiten von eindeutigen Hashtags und engstirnigem Schubladen­denken nicht mehr hin traut. Denn Me + Marie, das unterstreicht DOUBLE PURPOSE deutlich, fühlen sich immer noch zwischen den Ritzen am wohlsten.

7 von 10 Punkten

Me + Marie
DOUBLE PURPOSE
Capriola/Sony

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